Posts Tagged ‘Kulinarische Begegnungen 52 – Der Utecht.’

Kulinarische Begegnungen 52 – Der Utecht.

17. Dezember 2018

Vor den Toren Düsseldorfs, am beginnenden Niederrhein gibt es eine intakte Wasserburg. Mit einem Gesindehaus. In dem lebt der Utecht. Mit seiner Frau. Die heisst Ute. Und mit ’ner Katze, die heisst Hans-Dieter oder so ähnlich. Rundum pure Natur, Idyll. Und Utecht hat noch nen Plattenspieler. Im Gebrauch. Und Ute ist DJane, unter anderem. Utecht war mal Journalist, ganz früher. Und hat für diverse Musik-und Popzeitschriften geschrieben. Und die beiden machen auch selber Musik, zum Spaß, in ’ner Band, spielen regelmäßig, treten aber nicht auf. Utecht hat ein Blog, seit Jahren. Und eine Tumblr-Seite, die heißt „songoftheday“ ausschließlich für allerschrägste Musik. Woher er diese Stücke auftreibt ist ständiges Rätsel.

Utecht ist der „Gemüsepapst“ aus Nordrhein-Westfalen, er kennt nicht nur alle Sorten und deren Geschichte, er kennt auch einen Biobauern, der solches anbaut. Darüber schreibt Utecht. Aber nicht nur. Der Utecht ist Aktivist. In vielerlei Hinsicht, nicht nur ökologisch. Er kümmert sich. Auch um geflüchtete Menschen.

Jeden Sonntag gibts im Gesindehaus selbstgebackenen Kuchen. Den macht Utecht. Oder er kocht. Oder, wenn er weder für das eine noch für das andere Lust hat, dann schaut er in die ihn umgebende Natur und heckt was aus. Das ist selten schlechtes. So hat er beispielsweise auch den Kölner Schwarzmarkt erfunden, jenen inzwischen zum zehnten Male stattgefundenen nicht kommerziellen Tauschmarkt fürs selbstgemachte Lebensmittel. Diese Veranstaltungen gibt es inzwischen auch in Bonn, Düsseldorf und Grevenbroich. Und war es nicht auch der Utecht, der die ersten Supperklubs im Marieneck auf die Schienen gestellt hatte? Die Summer of supper?

Jedenfalls ist der Jörg Utecht ein Aufrechter. Unbestechlich und seit einiger Zeit ganz besonders auf der Suche nach dem Bio-Ei in Restaurants. Denn er kennt sich aus in den Restaurants der rheinischen Domstadt. Weil er dort arbeitet.