Kulinarische Begegnungen 67 – Shakerato

Jahrzehntelang hatte ich auf der Fahrt in die Toskana Mailand stets weiträumig umfahren, um dann irgendwann diese Stadt per Flugzeug zu besuchen. Holger M., langjähriger Dozent an der Mailänder Uni, hatte mich vorher bestens mit einschlägigen Tips versorgt und mir dringend geraten, in einem Cafe einen „Shakerato“ zu bestellen. Das hatte ich in all den italienischen Jahren in der Toskana noch nie gehört und auch in keiner Bar gesehen.

Ende Mai also Mailand, sofort nach dem Einchecken ins Hotel wieder raus ins Getümmel, ne Bar gesucht um die erhitzen und trockenen Lippen zu benetzen. Ich bestelle einen Shakerato und sehe dem Barista zu wie dieses köstliche Getränk original zubereitet wird. Shaker mit Eiswürfel, darauf einen Expresso, die Frage „con zuccero?“ bejahe ich, also auch davon ein wenig in den Shaker und dann wird geschüttelt was die Baristamuskeln her geben. Das Ergebnis wird in ein vorgekühltes Martiniglas geseiht und serviert. Ein Traum. Kann ich inzwischen zuhause fast genauso. Klar, dass der Mailand-Besuch ganz im Zeichen dieses Getränk stand, bevor es Abends dann alkoholisch wurde.

Der spanische „Cafe con Hielo“ ist ähnlich lecker aber anders, weil weder Schaum noch Show.

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