Kulinarische Begegnungen 58 – Garum

Mehr als sechzig Barcelonabesuche bislang und ich entdecke immer noch kulinarisch Neues. Erst kürzlich im Restaurant „Dos Pebrots“, wo mehrere Gänge mit Garum angereichert waren. Das hatte ich bis dato weder gehört noch geschmeckt, aber es hat mich sehr begeistert und zu eigenen Versuchen animiert.

Die einen nennen es das „Maggi der Römer“, andere bezeichnen es als „Ketchup der Antike“. Fest steht, dass Garum eine jahrtausend alte Methode zur Würzung ist, basierend auf fermentierten Fischen, die wochenlang der Sonne ausgesetzt, mit anderen Zutaten angereichert und danach filtriert werden. Vinzent Klink hat im Internet eine Rezeptur für den Hausgebrauch vorgeschlagen.

Meine Versuche basieren auf seinem Vorschlag, jedoch etwas verändert. Zwei gewaschene gesalzene Ancovis in warmen (nicht heißem) Olivenöl so lange erwärmen, bis sie komplett geschmolzen sind, dazu zwei mittelgroße Knoblauchzehen kleingehackt und eine halbe kleingeschnittene Chillischote. Etwa fünf Minuten auf kleiner Flamme ziehen lassen (der Knoblauch darf keine Farbe annehmen) und dann zwei oder drei Stengel Koriander kleinstgehackt dazugeben (glatte Petersilie geht auch). Dazu einige Kapern. Vom Herd ziehen und abkühlen lassen. Wer mag, siebt das ganze vor dem Gebrauch, ich lasse es mit den festen Bestandteilen. Herausragend über Pasta.

Schlagwörter:

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s