Der Winzer und die Fleischwurst

Seit fast 30 Jahren fahren wir an die Ahr. Mindestens einmal im Jahr. Die alte Banker-Gang. Als Helfer bei der Weinlese, bei Grillfesten, bei Fussballspielen und bei Gitarrengequäle, bei wilden Gesangseinlagen oder bei der Weinkorken-Weit-Wurf-Meisterschaft. Bei Angelversuchen und bei Zeltlagern, bei Feuertänzen und Zigarrenqualm. Und sie war stets dabei. Die Wurst. Genauer die Fleischwurst.

Der Werner, Winzer aus Dernau und dort bekannt wie ein bunter Hund, hat sie immer organisiert. Oft noch warm aus der Wurstküche. Geräucherte Fleischwurst. Aus Mayschoss aus der dortigen Metzgerei Wiegand. In all den Jahren haben wir uns auf sie gestürzt, ausschließlich mit Taschenmessern geschnitten, oft zentimeterdick aufs Brötchen gelegt. Runtergespült mit reichlich kaltem Riesling. Sie ist für uns legendär, die geräucherte Fleischwurst von der Ahr.

Heute war ich mal wieder da und habe eine halbe Wurst eingepackt. Eingeschweisst. Und zuhause schon mal das Laguiole-Taschenmesser bereit gelegt. Wie Günni es immer getan hat, der leider nicht mehr dabei sein kann.

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