Neu im Regal – “So schmeckt Glück”

Den Autor dieses Kochbuches hatten wir vor einigen Wochen anläßlich der Eröffnung seines Deli-Shops in Wuppertal kennengelernt und bei der Gelegenheit auch einige Kostproben seiner vegetarischen Küche. Zugegeben, wir sind mit Vorurteilen dorthin, „vegetarisch“ und „ayurvedisch“ -dass kann nichts für uns „Flexitarier“ sein. Dachten wir. Und wurden eines besseren belehrt. Hier nachzulesen.

Vielleicht liegt es an dem geschärften Blick seither, aber mir fallen in letzter Zeit jede Menge vegetarischer Kochbücher auf, das eine oder andere habe ich mal durchgeblättert – aber neben Stevan Pauls und Katharina Seisers „Deutschland vegetarisch“ (Bericht der Vorstellung hier) ist das von Volker Mehl mit Abstand anders.

cover Mehl

Gehört Wuppertal noch zum Rheinland? Egal, der Autor stammt aus Hessen (hört man), war u.a. bei Harald Wohlfahrt in Baiersbronn und lebt nun in der grandios häßlichen Stadt Wuppertal, deren wenige schöne Seiten er aber im Buch fotografisch zeigt. Dennoch ist das Buch eine Verneigung vor dem oberbergischen Land, seinen Leuten und den Produkten,  „Heimatküche“ eben. Nach einigen einleitenden Seiten zu den Grundlagen der ayuvedischen Küche kommt er dann sofort zur Sache, gegliedert in Rezepte, die den vier Jahreszeiten folgen.

Da finden sich dann aussergewöhnliche Fruchtschalen, verschiedene Couscous (beispielsweise mit getrockneten Pflaumen, Minze und Birne). Er kreiert Dips und füllt Feigen aufs köstliche (schon die Lektüre und die jeweils entsprechenden Bilder lassen Speichelfluss produzieren). Da finden sich kleine Snack ebenso wie feine Ideen fürs Frühstück oder für den Abend. Hier ist nix indisch-esoterisches sondern frische europäische knackige Küche. Feine Sachen, die Lust machen, alternativ zur routinierten Fleischkost Neues auszuprobieren.

Alles ist klar erklärt, rasch zu lesen und die Maßangaben stimmen dem Anschein nach auch. Hilfreich sind die piktogrammähnlichen Abkürzungen, mit denen gekennzeichnet ist, ob ein Gericht glutenfrei, vegan oder laktosefrei ist.

„So schmeckt Glück“ ist ein Buch, das uns zumnidest neugierig gemacht hat, die eine oder andere vegetarische Menufolge auszuprobieren. Auf Dauers wärs nichts für uns – aber das ist ein ganz  anderes Thema. Der geneigte Leser möge uns das nachsehen.

Das Buch kostet 19,90 € und hat die ISBN: 978-3-424-63062-6

2 Antworten to “Neu im Regal – “So schmeckt Glück””

  1. Tina aus dem Tal Says:

    Interessantes Buch. Schade aber, dass Sie so schlecht auf die Stadt, in der der Autor lebt, zu sprechen sind. Sollten Sie noch einmal die Gelegenheit zu einem Besuch in Wuppertal haben, so laufen Sie bitte nicht nur durch die Innenstadt, fahren Sie nicht nur mit dem Auto über die B7 oder mit der Schwebebahn durch die Hinterhöfe (obwohl auch das sehr spannend sein kann), sondern flanieren Sie zu Fuß durch die Gründerzeitviertel der Nordstadt, das Briller Viertel oder das idyllische Beyenburg, blicken Sie vom Bismarckturm auf der Hardt über Elberfeld und Barmen und die bewaldeten Hügel ringsum, bummeln Sie durch die Luisenstraße, wandern Sie durch die umliegenden Wälder, genießen Sie den Blick vom Scharpenacken ins Bergische Land und besuchen Sie die historische Stadthalle und den Skulpturenpark von Tony Cragg. Und dann überlegen Sie bitte noch einmal, ob Sie Wuppertal immer noch so „grandios hässlich“ finden.
    Ach ja, falls es Sie wirklich interessiert: Historisch gesehen verläuft die Grenze zwischen Rheinland und Westfalen mitten durch die Stadt, und auch wenn Wuppertal heute verwaltungstechnisch zum Rheinland gehört, ist es vor allem die größte Stadt des Bergischen Landes.

  2. Claus Says:

    Mein lieber Scholli! Wenn du schon mal nen Roman über´n Buch schreibst. Über´n Thema was nicht deins ist. Oha. Sollte man sich ansehn…

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