Märkte

Matze schreibt heute in seinem Blog über den „Markt der Märkte“ in Bangkok (sehr lesenswert). Was mich zu der Frage führt, warum hierzulande und heutzutage solche Märkte fast gar nicht mehr zu finden sind. Nehmen wir München und Düsseldorf mal aus – das, was sich normalerweise als „Wochenmarkt“ bezeichnet, ist doch ein blasser Abklatsch dessen, was möglich wäre. Wer schwärmt nicht von den Märkten in der Provence, von jenen in Spanien oder Italien. Warum gibt es bei uns nicht duftende, leuchtende Märkte, warum ist bei uns alles blass und still und geruhsam? Das kann nicht nur an den unterschiedlichen Mentalitäten liegen. Vielleicht liegt es ja  an den tausenden Vorschriften und Regelungen, an Reinheitsgeboten und Abfallbewirtschaftungsusancen.

7 Antworten to “Märkte”

  1. Schnick Schnack Schnuck Says:

    Danke für den Link. Hat hier sicher auch was mit den Einkaufsgewohnheiten zu tun. Ich kenne erstaunlicherweise Menschen, denen Marktkauf zuviel sozialer Kontakt ist. Die wollen billige Ware lieber in Supermarktanonymität kaufen und sich nicht von „irgendwelchen“ Markthändlern bequatschen lassen.

  2. Bolliskitchen Says:

    Geiz ist geil…..und so lange das in D. für’s Essen gilt, wird das nie was mit den Märkten. Gestern abend war ich mit dt. Freunden hier essen, die 3 Kinder durften nicht auswählen und es wurde verdammt auf Preise geachtet, statt Dessert dann doch lieber im Supermarkt noch Chips und Schokolade kaufen…Nebenbei, der Mann ist einer der bekanntesten dt. Anwälte und die haben keine finanz. Probleme, aber einfach keine Kultur was Essen & Geniessen angeht…..Und kaufen nicht auf dem Apostelnmarkt ein, sondern bei den einschlägigen Läden in Marsdorf…..

  3. nata Says:

    Dort, wo es keine tollen Märkte mehr gibt (in manchen deutschen Städten sind die Märkte ja noch richtig klasse), interessieren sich die Leute schlicht nicht fürs Essen.

    Wenn ich auf dem Wochenmarkt ganz normale Sachen kaufe, werde ich gelegentlich von anderen Kunden angesprochen, die mich fragen, was ich denn mit diesem Fisch oder jenem Stück Fleisch mache. Wenn es nicht in Plastik verschweißt und mit Anleitung bedruckt ist, können es viele offenbar nicht essen.

  4. Sabrina Says:

    Ein paar davon gibts auch in Deutschland. In Karlsruhe bietet z.B. der Markt auf dem Gutenbergplatz ein buntes Potpourri mit allerlei Einheimischem und eine wirklich schöne Atmosphäre (im Gegensatz dazu ist der Markt am Marktplatz nahezu lächerlich).
    Das Städtchen, in dem ich jetzt wohne, bietet einen netten Markt mit vielen Eigenerzeugern. Da läßt sich dann trotz Preisgeiz (zumindest Gemüse) wunderbar günstig saisonal und regional einkaufen. Die Augen muß man aber offenhalten, viell. ist das für manche ein Problem?

  5. Christel aus Berlin Says:

    Auch der Wochenmarkt auf dem Winterfeldtplatz in Berlin-Schönerberg scheint da eine angenehme Ausnahme zu bilden.

    Ich habe allerdings in unmittelbarer Nachbarschaft zwei erstklassige Gemüsehändler m.V., und von denen weiß ich ganz genau, dass jedes Stück Obst oder Gemüse, das sie mir verkaufen, 1A ist, andernfalls darf ich es zurückbringen. Das habe ich auf den Märkten schon durchaus anders erlebt.

  6. Nini Says:

    Ehrlich gesagt habe ich einen unveröffentlichten Post zu genau diesem Thema auf „Halde“ liegen. Ich schiele immer ganz neidisch auf die Fotos der Farmers-Markets der amerikanischen Blogger. MIr geht es allerdings nur sekundär um das Ambiente der Märkte, als vielmehr ein gutes saisonales und vor allem regionales Angebot. Wir sind mit dem Carlsplatz ja eigentlich ganz gut bedient, wobei sich die immensen Preise der Marktstände leider auch auf die Produkte niederschlagen. Ich will Bauernmärkte! In Düsseldorf’s Süden gibt es jetzt das hier: http://www.oeko-regionale-markthalle.de. Doofer Name aber ich gehe es mir am Samstag mal angucken. Vielleicht wird das ja was.

    • La Boca Says:

      Eine ganz gute Auswahl an regionalen Produkten gibt es auch Freitags auf dem Friedensplätzchen in Bilk. Leider kein Stand mit Bioqualität, was ich in Bezug auf Fleisch, Forelle und Huhn sehr kritisch sehe und auch nicht kaufe. Den Öko-regional-Markt werde ich mir nächste Woche mal ansehen.

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