Kolonialwaren

Kolonialwaren – das stand früher über so manchen Lebensmittelgeschäft. Dort gab es nicht nur die Grundnahrungsmittel wie Mehl, Eier, Zucker, sondern eben auch jene Leckereieien, die aus den „Tropen“ stammten. Kaffee, Tee, Gewürze., usw. Diese Läden, so erinnere ich mich, waren meist bis unter den Rand gefüllt, es gab dort Milch und Käse, auch Wurst und Waschmittel. Dahinter stand die Chefin und bediente die Kunden der Reihe nach. Bei uns ist das heute durch die Supermarktketten ersetzt, in Barcelona jedoch gibt es noch zahlreiche dieser Kolonialwarengeschäfte.

Und die sind auch heute noch randvoll Waren und randvoll Kunden. Zur Stressvermeidung zieht man eine Nummer, dann gehts ruhig der Reihe nach. Vor allem die Konservenauswahl in diesen Geschäften ist nahezu erschlagend, ebenso wie die Ausahl der einheimischen Cavas.

Und noch etwas ist in Barcelona ganz erstaunlich, die Vielzahl absoluter Spezialgeschäfte. Da gibt es welche nur für Gürtelschnallen, oder welche nur für Schnürsenkel. Da gibt es Läden für Glühbirnen und Geschäfte für Messer. Das ist es aber auch, was die Stimmung in einer Stadt ausmacht, das ist es, was eine Stadt lebendig hält. Wohingegen bei uns heute alles nur noch in Baumärkten, Supermärkten oder Kaufhäusern zu haben ist. Das Pendel wird irgendwann zurückschlagen, da bin ich mir ganz sicher.

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