Küchenchef: Josean Alija
Dieses Restaurant im Komplex des Guggenheim-Museums hatte beste Kritiken erhalten und die Museums-Nähe hatte uns ermutigt, dort einen Tisch zu bestellen. Und alles begann vielversprechend. Wir wurden in der offenen Küche vom Küchenteam mit einer Tomatenessenz und frittierter Fischhaut begrüßt und anschließend in den Restaurantraum geleitet, der mit “puristisch” nur unzureichend beschrieben wäre. Kein Wandschmuck, kein Besteck auf den Tischen, keine Gläser, nichts. Reduziert. Wie das, was kommen sollte.
Blondierte Mädels in grauen Anzügen servieren lederbehandschuht schweigend die einzelnen Gänge. Wenn überhaupt nur knappeste Erläuterungen, was sich auf den Tellern befindet. Nachfragen zu Komponenten können nicht beantwortet werden, dafür wird der Restaurantleiter geholt. Insgesamt eine peinliche Veranstaltung. Auch die anschließende längere Diskussion mit dem Chefkoch ist unerquicklich. Sein Konzept der Reduktion aufs Produkt soll sich in allen Facetten im Restaurant fortsetzen. Das ist u.E. schlicht mißlungen. Die Kochergebnisse waren allesamt für unseren Geschmack nicht auf den Punkt.
Menu „8 Produkte”:
Confierte Tomaten gefüllt mit unterschiedlichen Aromen (Minze, Rosmarin, Zwiebel, ) in einer Tomaten-Capern-Essenz
Weisse Zwiebel aus dem Ofen, Bacalau-Grüner-Pfeffer-Sauce
Santurztzi Sardinen mit Chilli Pepper und grüne Oliven
Kokotxas mit Bohnen
Iberisches Schweinschwänzchen, Artischocken und Weisse-Bohnen-Brühe – die Brühe befand sich leider nicht auf unserem Teller
Foie gras mit Birne und Hibiscus
Citrus – Calamondin, Rosmarin, Apfel und Minze
Erdbeeren, Schwarzer-Tee-Eis und Kefir
2007 Bembibre, Domino de Tares, Bierzo
2006 Cumal, Dominio DosTares, Castilla Leon











