Lammrücken mit knuspriger Schwarte, Linsengemüse und Rosmarinkartoffeln
Es lohnt mehrfach hin und wieder das Tagebuch von Vincent Klink zu lesen. Kürzlich hat er sich ausgelassen zum Kellnerberuf:
„Ich kenne Dreisterneläden, da stehen sich die Kellnerinnen und Kellner nach dem Eindecken, morgens ab neun und nach dem Mittagsservice bis zur Abenddämmerung, die Füße in den Bauch, weil ein König Gast nach dem Dessert drei Stunden am Digestif und am Espresso nuckelt. Freilich dieser Gast hat womöglich etwas zu feiern, dem Service ist das aber ganz und gar nicht feierlich.
Der Kellner kommt so um seine verdiene Nachmittagspause und anstatt eines üblichen Zehnstundentages werden dann halt sechzehn Stunden draus. Sicherlich, die Rechnungen in der gehobenen Gastronomie sind hoch und die Leistungen der Gastronomie sind es auch, aber dass niemand mehr servieren will und dieser Beruf aus diesen Gründen gemieden wird, wundert nicht. Schuld sind jedoch nur wenige Gäste und das Personal schon gar nicht. Schuld sind auch die Gastronomen, die sich nicht getrauen dem Gast beizubringen, dass er nicht König sondern Partner ist.“
Kalbsbreis | Topinambur | Steckrübe
Rindertartar | Erbsenmousse | Zwiebeltarte
Wolfsbarsch | Cime di Rapa | knusprige Schwarzwurzeln – Der Fisch war leider zu lange und zu heftig gebraten, der Stängelkohl hingegen gartenfrisch : -), die knusprigen Schwarzwurzeln begleitete ein Frittierfetthauch
Geschmorte Ochsenbacke | Grünkohl | Nussbutter-Kartoffelpüree
Schokoladen-Crème brûlée | Papaya | Kalamansi-Sorbet
Ananas-Beignets | Topfencreme | Zimtblüteneis
2008 Riesling Herzstück, Kirsten, Mosel
2009 Weissburgunder Haardt, Müller-Catoir, Pfalz
? Cuvee , Albrecht Schwegler, Württemberg
2007 Magnoux, Saint Antonin, Languedoc
2009 Teroldego Rotaliano, Elisabetta Foradori
Fazit: Gute Weinkarte, Essen ok – mehr nicht, wenig Service, lange Wartezeiten – 2 Stunden bis zum Hauptgang. Selbst der Digestif aufs Haus machte das nicht mehr wett.
Marinierter Lachs von Paco Roncero. Hier als Video
Es war mal wieder soweit: Das jährliche Wildessen war fällig. Diesmal in Bad Neuenahr im Hotel-Restaurant Prümer Gang. Der Eifel-Scout hatte folgendes Menu geordert: